Cybermobbing: Denke nach bevor du handelst!
Was Jugendliche über Cybermobbing wissen sollten
Was du online tust, hat reale Auswirkungen

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Du liegst im Bett und scrollst. Es ist spät, aber du kannst nicht aufhören. Ein neuer Beitrag erscheint. Es ist ein Foto von jemandem aus deiner Schule.

Die Leute reagieren schnell. Lachende Emojis. Kommentare. Tags.

„Schau dir das an.“

„So peinlich.“

„Hast du das schon gesehen?“

Zuerst fühlt es sich wie ein ganz normaler Beitrag an. Etwas zum Anschauen. Vielleicht sogar lustig. Du scrollst weiter. Aber irgendetwas fühlt sich nicht richtig an.

Die Kommentare werden immer schlimmer. Manche Leute machen Witze. Andere fügen weitere Fotos hinzu.

Die Person auf dem Bild ist nicht dabei. Sie kann es nicht erklären. Sie kann sich nicht verteidigen. Sie hat sich nicht dafür entschieden, die Bilder zu teilen.

Aber sie wird es sehen.

Vielleicht ist das in deiner Klasse passiert.
Vielleicht in deinem Gruppenchat.
Vielleicht sogar dir.

Im Internet verbreiten sich Dinge schnell. Ein Foto. Eine Nachricht. Ein Kommentar.
Und plötzlich sind alle mit dabei.

Manchmal sieht es nach Spaß aus. Aber für jemand anderen kann es sich ganz anders anfühlen.

Es sieht aus wie ein Scherz.
Aber für manche ist es das nicht.

ONLINE-AKTIONEN HABEN REALE AUSWIRKUNGEN

Halt inne und denk nach

Ist das ein Witz oder eine Beleidigung?

Bevor du weiter scrollst oder mitmachst, schau genauer hin.
Was passiert hier wirklich?
Findet das nur ein Teil der Leute lustig, während jemand anderes verletzt wird?

Online-Situationen können sich anfühlen, als wären sie nicht ernst.
Aber sie sind real.
Hinter jedem Foto, jedem Kommentar und jeder Nachricht steht ein echter Mensch mit echten Gefühlen.

Was als Nächstes passiert, kann einen Unterschied machen.
Du musst nicht mitlachen, den Beitrag teilen oder am Spott teilnehmen.
Du kannst eine Reaktion wählen, die die Situation nicht verschlimmert.

Jede Reaktion zählt.
Selbst nichts zu tun ist eine Entscheidung.
Bevor du einen Kommentar schreibst, frag dich:

Würde ich das auch von Angesicht zu Angesicht sagen?
Wie würde ich mich fühlen, wenn es um mich ginge?
Ist meine Reaktion hilfreich oder kann ich damit Schaden anrichten?

Manchmal mischen sich Leute ein, ohne nachzudenken.
Sie wollen dazugehören.
Sie wollen nicht ausgeschlossen werden.

Aber du musst nicht der Masse folgen.
Du hast immer einen Moment Zeit, dich zu entscheiden.
Wenn du selbst ins Visier genommen wirst:

Du musst nicht sofort reagieren.

Du musst das nicht alleine durchstehen.

Du kannst:

  • die Interaktion beenden
  • Nachrichten oder Screenshots speichern
  • mit jemandem sprechen, dem du vertraust.

Hilfe zu suchen ist keine Schwäche. Es ist ein Weg, dich selbst zu schützen.

Denk daran:

  • Online-Handlungen mögen unbedeutend erscheinen.
  • Aber ihre Auswirkungen können groß sein.

Halte inne. Denk nach.
Dann entscheide dich.

Deine Entscheidung zählt

Folge nicht der Masse

Jede Online-Situation stellt dich vor eine Wahl. Du kannst tun, was andere tun.

Oder du kannst innehalten und deinen eigenen Weg wählen.

Du musst nicht sofort reagieren. Du musst nicht bei allem mitmachen, was du siehst.
Selbst kleine Entscheidungen sind wichtig.

Du kannst:

  • etwas nicht teilen, das jemanden verletzen könnte
  • keinen weiteren negativen Kommentar hinzufügen
  • einen Schritt zurücktreten, anstatt zu reagieren. step away instead of reacting.

Oder du kannst noch mehr tun.

Du kannst:

  • jemanden unterstützen, der angegriffen wird
  • etwas Nettes sagen
  • schädliche Inhalte melden.

Du bist nicht nur ein Zuschauer. Du bist Teil dessen, was online geschieht. Die Online-Welt wird von vielen kleinen Handlungen geprägt. Auch von deinen.

Manchmal machst du vielleicht einen Fehler. Das ist in Ordnung.

Entscheidend ist, wie du dich als Nächstes entscheidest.

  • Du kannst innehalten.
  • Du kannst darüber nachdenken.
  • Du kannst dich ändern.

Wenn dir das passiert:

  • Reagiere nicht sofort
  • Sichere Beweise
  • Sprich mit einer Vertrauensperson.

Dann entscheide dich.

Hinter jedem Bildschirm steckt ein echter Mensch

Entscheide dich respektvoll zu sein

Du kannst dich dafür entscheiden, achtsam zu sein.
Du kannst dich dafür entscheiden, freundlich zu sein.
Und diese Entscheidung liegt immer bei dir.

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