Psychische Gesundheit und das Internet
Die Art und Weise, wie du soziale Medien nutzt, kann beeinflussen, wie du denkst und fühlst
Die Online-Welt um dich herum
Die Online-Welt ist Teil des Alltags geworden.
Wir nutzen sie, um zu lernen, uns zu entspannen und in Verbindung zu bleiben.
Aber was Menschen online teilen, ist oft nur ein Bruchteil dessen, was sie erleben, oder spiegelt eher wider, wie sie sich die Dinge wünschen, als wie sie wirklich sind. Oft teilen Menschen nur die schönsten Momente,
die glücklichsten Bilder und die aufregendsten Erlebnisse. Wenn du dein reales Leben mit diesen Höhepunkten vergleichst, fühlst du dich vielleicht weniger selbstbewusst, weniger erfolgreich oder nicht gut genug. Das liegt jedoch daran, dass dein Leben viel mehr ist als das. Es umfasst Höhepunkte aber auch Situationen, die sich langweilig oder schlecht anfühlen mögen. Genau darum geht es im Leben!
VOM ENDLOSEN SCROLLEN ZUR DIGITALEN BALANCE
Wenn das Scrollen gewinnt
Zu viele negative Inhalte können deine Energie rauben
Manchmal verfallen wir in „Doomscrolling“, ohne es überhaupt zu merken.
Dabei geht es nicht nur um negative Nachrichten. Es kann auch passieren, wenn man zu lange durch zu viele Inhalte scrollt und der Kopf keine echte Pause bekommt.
Nach einer Weile kann man sich dadurch müde, unruhig oder überfordert fühlen.
Je mehr man scrollt, desto schwieriger kann es werden, damit aufzuhören.
Eine kleine Pause kann dir helfen, wieder ins Hier und Jetzt zu finden.
Was man online sieht, ist oft nur ein Teil der Geschichte
Was online perfekt aussieht, ist oft sorgfältig inszeniert
In den sozialen Medien teilen Menschen oft die aufregendsten, erfolgreichsten und perfekten Aspekte ihres Lebens.
Wenn du diese Momente immer wieder siehst, kann es dir so vorkommen, als ginge es allen anderen besser, als fühlten sie sich besser oder lebten besser als du.
Aber Online-Beiträge zeigen nicht das ganze Bild.
Sie lassen meist die gewöhnlichen, schwierigen oder ruhigen Teile des Lebens aus.
Wenn du deinen Alltag mit den Höhepunkten anderer vergleichst, kann das dazu führen, dass du dich entmutigt oder nicht gut genug fühlst.
Deshalb hilft es, sich daran zu erinnern: Was du online siehst, ist nur ein kleiner Teil der Realität.
Sprich mit deinen Freund:innen:
- Spiegeln die Körper, die wir online sehen, das echte Leben wider?
- Welche Schönheitsideale werden in den sozialen Medien in den Vordergrund gestellt?
- Warum ist es wichtig, offen über Körpervielfalt zu sprechen?
- Wie können diese Gespräche uns helfen, weniger Druck zu verspüren, uns mit anderen zu vergleichen?
Finde dein Gleichgewicht
Du kannst dein Online-Erlebnis selbst gestalten
Du bist online nicht machtlos.
Du kannst negative Kommentare ignorieren und dich auf das konzentrieren, was
dir ein gutes Gefühl gibt.
Du kannst dem Druck widerstehen, mehr von dir preiszugeben, als du möchtest.
Es kann helfen, das Handy eine Weile beiseite zu legen und sich Zeit für Aktivitäten zu nehmen, die dir helfen, dich zu entspannen, dich zu bewegen oder mit anderen in Kontakt zu treten.
Das Internet kann dir auch dabei helfen, mit Menschen in Kontakt zu treten, die
dich verstehen und deine Interessen teilen.
Nicht alles im Internet verdient deine Aufmerksamkeit.
Dein Wohlbefinden verdient sie aber auf jeden Fall.